Auf dem Weg nach Nelson

Noch während der Weihnachtsfeiertage gelang es uns eine Fähre für die Überfahrt zur Südinsel zu buchen. Noch vor Neujahr setzten wir also auf die Südinsel über. Leider fuhr unsere Fähre von früh um eins bis um vier, was zur Folge hatte, dass wir in der Nacht kaum Schlaf hatten und nichts von den Meeresengen sehen konnten, an denen die Fähre vorbeifuhr. Angekommen in Picton hieß es für uns also erstmal ausruhen und wieder neue Kraft tanken.

Silvester verbrachten wir in Picton, einer kleinen Hafenstadt, in der auch unsere Fähre ankam. Dort wurde zu Neujahrsbeginn ein wunderschönes zentrales Feuerwerk geboten, das auch wir uns ansahen. Schön war auch, dass es das einzige Feuerwerk war und nicht jeder den ganzen Abend durch sein eigenes Feuerwerk zünden konnte.

Den verschenkten Blick auf die Meeresengen, auch Sounds genannt, konnten wir in den nächsten Tagen mit verschiedenen Wanderungen durch die Malborough Sounds nachholen.

Nach unserem Aufenthalt in Picton zog es uns zunächst etwas südlicher nach Havelock. Dort waren wir für zwei Tage an einem Fluss campen, in dem es sich auch toll baden ließ. Das Wasser war auf Dauer nur ein wenig kalt.

Danach ging es zum French Pass, einer Meeresenge in der Nähe von Nelson. Neben einem atemberaubenden Blick auf die Landschaft und das Meer, gab es auch einen kleinen Wanderweg der am Strand endete. Dort konnten wir unsere Beine ins Wasser halten Die Badesachen hatten wir auf Grund der Tatsache, dass der Strand nicht weiter ausgeschildert war leider im Auto gelassen.

Nun sind wir bei unserer Bekannten, Jana, in der Nähe von Nelson angekommen. Hier werden wir etwa einen Monat bleiben und auf einem Weinfeld arbeiten.

Wellington

„Windy Wellington„, wie die einheimischen ihre Hauptstadt nennen, ist weder etwas für Freunde eines mäßigen Lüftchens, noch für Besitzer eines fast 5 Meter langen Autos, denn Wellington bietet sehr wenige und dafür aber teure Autoparkplätze. Für uns bedeutete das erstmal eine halbe Stunde zu versuchen unser Auto in einem viel zu engen Hinterhof unseres Hostels zu parken. Nach dieser Stapaze ging es erst einmal in den Zoo von Wellington, in dem wir fast alleine waren, was allerdings nicht an unserem Glück, sondern wohl eher an dem inzwischen eingesetzten Starkregen lag, der auch dafür sorgte, dass die Anzahl der zu sehenden Tiere genauso niedrig war wie die der Besucher. Eine kleine Entschädigung bot jedoch der Streichelzoo, in dem man freilaufende Kängurus streicheln konnte.

Am nächsten Tag hatten wir geplant schnell unseren Auto-TÜV zu machen und anschließend unsere Fähre auf die Südinsel zu buchen, um noch vor Weihnachten auf selbige überzusetzen. Natürlich war uns auch hier das Glück nicht hold und zu unserer Überraschung bestand unser Auto nicht den TÜV. Nun galt es für uns einen Mechaniker zu finden, der kurz vor Weihnachten noch Zeit und Platz für einen weiteren Auftrag hat. Zudem mussten wir auch noch einen Lackierer finden um eine Roststelle zu beseitigen. Die Suche und die Wartezeit nahmen insgesamt fünf Tage in Anspruch und es kam uns so vor als wären wir von Wellington verflucht. Wenigstens kamen wir preislich gesehen sehr glimpflich davon.

In unserer, uns verbliebenen, freien Zeit, erkundeten wir Wellington. Doch auch die Stadt an sich war nicht sonderlich schön. Immerhin entdeckten wir einen sehr leckeren Thailänder direkt um die Ecke unseres Hostels. Auch waren wir im Nationalmuseum, das sehr viele Exponate zu Land und Leuten in Neuseeland bot.  Insgesamt gesehen hat uns Wellington bis jetzt am schlechtesten gefallen, was sicherlich auch an den äußeren Umständen lag.

Da nun Weihnachten kurz vor der Tür stand, unser Hostel nicht den höchsten Standards entsprach und auch keine Fähre mehr auf die Südinsel zu kriegen war, beschlossen wir wieder zurück nach Levin zu fahren und Weihnachten dort zu verbringen. Wenigstens bestanden wir im zweiten Anlauf den TÜV und konnten somit zuversichtlich in die Feiertage starten…