Queenstown und Umgebung

Unsere Reise führte uns von der Westküste ins Landesinnere in die Stadt Wanaka. Dort unternahmen wir eine Wanderung auf dem Roys Peak Track, welche uns zu einer Bergspitze in über 1000m Höhe führte. Der harte und kraftzehrende Anstieg wurde mit einer tollen Aussicht auf die Umgebung Wanakas belohnt. Ebenso bot sich am Ende des Weges die Gelegenheit für tolle Fotos an einer von Neuseelands beliebtesten Fotostellen.

Am Tag darauf wanderten wir am Lake Wanaka entlang, um uns eine weitere beliebte Fotostelle anzusehen. Hierbei handelte es sich um den „Wanaka Tree“, einen Baum der alleine mitten im See steht.

Fortgesetzt haben wir unsere Reise in Queenstown, den Touristenhotspot der Südinsel. Die ganze Stadt ist auf den Tourismus ausgelegt, man findet an jeder Ecke Restaurants, Hotels und Reiseanbieter. Die Stadt und die gesamte Umgebung sind dem entsprechend sehr teuer, trotzdem konnten wir viele, auch günstige Unternehmungen machen. So waren wir unteranderem in einer Eisbar, in der dauerhaft minus zwölf Grad herrschen. Dort konnten wir tolle Eisskulpturen bewundern und einen Cocktail trinken. Ebenfalls haben wir die üppigen Essensangebote in Queenstown genutzt. Am besten hat uns dabei der Burger von „Fergburger“ geschmeckt, einem Burgerladen, der als bester Neuseelands gilt. Sogar echte Berühmtheiten waren schon dort.

Ein wenig nördlich über Queenstown liegt die kleine Stadt Arrowtown. Arrowtown ist eine Golgräberstadt am gleichnamigen Fluss, Arrowriver, gelegen. Dort besuchten wir das städtische Museum, welches Einblicke in die Zeit des Goldrausches gewehrte und versuchten uns danach selber im Goldsuchen, sogar mit ein wenig Erfolg.

Die Westküste

Die Westküste der Südinsel zählt sicherlich zu einem der schönsten Teile Neuseelands. Sie besticht durch felsige Klippen, eine raue See und dauergrünen Regenwald, welcher auf Grund der vielen Regentage seine Farbe beibehalten kann.

Auf dem Weg zur Westküste legten wir auf halber Strecke einen Stopp in Murchison ein und besuchten dort die „Buller Gorge Swingbridge“, die längste Hängebrücke Neuseelands und ein kleines Dorffest, auf das wir zufällig stießen.

An der Westküste angekommen, waren wir von der Aussicht überwältigt. Auf unserer Fahrt legten wir viele Zwischenstopps ein, um Fotos zu machen. Unseren ersten längeren Aufenthalt hatten wir an den weltbekannten Pancake Rocks, einer Felsformation, welche aussieht wie viele kleine, aufeinandergestapelte Eierkuchen. Bei Flut kommt das Wasser in die kleinen Hohlräume zwischen den Felsen gelaufen und sorgt für Fontänen.

Unseren nächsten Halt hatten wir in Hokitika, einer Stadt die – wie fast alle Städte der Westküste – zur Zeit des Goldrausches entstand. Dem entsprechend gab es dort auch eine alte Goldsucherstadt mit Originalgebäuden aus dieser Zeit, sie hört auf den Namen Shantytown. Allerdings ist diese Stadt speziell für Touristen und verlangt einen saftigen Eintritt. Auch hat sich seit 13 Jahren herzlich wenig geändert, konnte ich mich doch noch an meinen letzten Besuch in Shantytown erinnern. Trotz allem war es eine schöne Erfahrung und wir konnten sogar unser eigenes Gold schürfen und mitnehmen.

Am darauffolgenden Tag besuchten wir einen Jadekurs. Dort konnten wir unsere eigenen Jadeanhänger schleifen. Hannah hat zwar neben Jade auch ihren halben Fingernagel mit weggeschliffen, aber ansonsten war es ein sehr schöner Ausflug, so schön, dass wir es am Tag darauf sogar wiederholten.

Unsere Reise führte weiter zu zwei Gletschern, dem Franz-Josef- und dem Fox-Gletscher, zwei der wenigen noch erhaltenen Regenwaldgletscher auf der Erde. Auf einen Helikopterflug auf die Gletscher verzichteten wir und sahen sie uns lieber von unten an. Vor allem Oskar war entsetzt, hatte er doch noch den Vergleich wie groß der Franz-Josef-Gletscher vor 13 Jahren war und jetzt war vom Gletscher fast nichts mehr zu sehen.

Am Franz-Josef-Gletscher besuchten wir auch einen Hot Pool mitten im Regenwald. Die Wärme tat gut in der kalten Umgebung.

 

Golden Bay

Nach unserem Aufenthalt bei Jana und Nigel ging es für uns weiter  zur Golden Bay, der Region nord-westlich des Abel-Tasman Nationalparks. Begeistert hat uns dort die Anatoki Lachsfarm, auf der man seinen eigenen Lachs fangen kann, welcher dann frisch auf den Teller kommt. Nach einigen Anläufen gelang es uns (mit ein wenig Hilfe von Futter) einen Lachs zu fangen. Unser Fang musste jedoch zuerst noch getötet werden, was der stolze Fänger des Fisches, Oskar, übernehmen durfte. Danach kam unser 1,7kg schwere Lachs geräuchert und gewürzt auf den Teller.

Am nächsten Tag verschlug es uns zum nächsten Essen. Das „Mussel Inn“ ist eine kleine Gaststätte, die bei Einheimischen, wie Touristen sehr beliebt ist. Vor Allem das Knoblauchbrot war lecker und wir mussten es nochmal nachbestellen.