Die Westküste

Die Westküste der Südinsel zählt sicherlich zu einem der schönsten Teile Neuseelands. Sie besticht durch felsige Klippen, eine raue See und dauergrünen Regenwald, welcher auf Grund der vielen Regentage seine Farbe beibehalten kann.

Auf dem Weg zur Westküste legten wir auf halber Strecke einen Stopp in Murchison ein und besuchten dort die „Buller Gorge Swingbridge“, die längste Hängebrücke Neuseelands und ein kleines Dorffest, auf das wir zufällig stießen.

An der Westküste angekommen, waren wir von der Aussicht überwältigt. Auf unserer Fahrt legten wir viele Zwischenstopps ein, um Fotos zu machen. Unseren ersten längeren Aufenthalt hatten wir an den weltbekannten Pancake Rocks, einer Felsformation, welche aussieht wie viele kleine, aufeinandergestapelte Eierkuchen. Bei Flut kommt das Wasser in die kleinen Hohlräume zwischen den Felsen gelaufen und sorgt für Fontänen.

Unseren nächsten Halt hatten wir in Hokitika, einer Stadt die – wie fast alle Städte der Westküste – zur Zeit des Goldrausches entstand. Dem entsprechend gab es dort auch eine alte Goldsucherstadt mit Originalgebäuden aus dieser Zeit, sie hört auf den Namen Shantytown. Allerdings ist diese Stadt speziell für Touristen und verlangt einen saftigen Eintritt. Auch hat sich seit 13 Jahren herzlich wenig geändert, konnte ich mich doch noch an meinen letzten Besuch in Shantytown erinnern. Trotz allem war es eine schöne Erfahrung und wir konnten sogar unser eigenes Gold schürfen und mitnehmen.

Am darauffolgenden Tag besuchten wir einen Jadekurs. Dort konnten wir unsere eigenen Jadeanhänger schleifen. Hannah hat zwar neben Jade auch ihren halben Fingernagel mit weggeschliffen, aber ansonsten war es ein sehr schöner Ausflug, so schön, dass wir es am Tag darauf sogar wiederholten.

Unsere Reise führte weiter zu zwei Gletschern, dem Franz-Josef- und dem Fox-Gletscher, zwei der wenigen noch erhaltenen Regenwaldgletscher auf der Erde. Auf einen Helikopterflug auf die Gletscher verzichteten wir und sahen sie uns lieber von unten an. Vor allem Oskar war entsetzt, hatte er doch noch den Vergleich wie groß der Franz-Josef-Gletscher vor 13 Jahren war und jetzt war vom Gletscher fast nichts mehr zu sehen.

Am Franz-Josef-Gletscher besuchten wir auch einen Hot Pool mitten im Regenwald. Die Wärme tat gut in der kalten Umgebung.