Unsere Arbeit auf dem Kartoffelfeld

Ab Ende März arbeiteten wir wieder. Diesmal auf einer Kartoffelfarm etwa eine Stunde südlich von Christchurch. Wir lebten mit fünf weiteren Erntehelfern in einem Haus mitten auf dem Land. Dort haben wir auch wirklich gute Freundschaften geschlossen und da so gut wie alle aus Deutschland kommen, werden wir uns auch garantiert gegenseitig einmal besuchen. Außerdem entschuldigen wir uns dafür, dass wir den Blog erst jetzt weiterführen und beenden konnten, aber auf der Kartoffelfarm gab es nicht das geringste Fünkchen Internetempfang.

Hier arbeiteten wir für ganze zwei Monate. Geplant war zu Beginn eigentlich nur einer. Aber da es direkt am Anfang unserer Arbeit durch Corona zum Lockdown in Neuseeland kam, waren wir doch sehr glücklich, dass wir wenigstens einen Job und eine Bleibe hatten. Somit konnten wir trotzdem wieder etwas Geld verdienen und waren sogar in Gesellschaft. Und das sogar fernab vom Coronageschehen. Nur wenn wir einmal in der Woche zum Einkaufen gefahren sind, haben wir etwas davon mitbekommen.

Unsere Arbeit war es den ganzen Tag draußen am Fließband in der Erntemaschine zu stehen und Kartoffeln auszusortieren. Es wurde mit der Zeit immer kälter. Und glaubt mir – ein verfaultes Ei ist nichts im Gegensatz zu einer verrotteten Kartoffel. Das wollt ihr nicht riechen. Unsere Arbeitstage sind mit der Zeit immer länger geworden. Am Ende waren es sechs Tage die Woche, jeweils 12Stunden. Wir waren sehr geschafft von der Arbeit und als uns gegen Ende auch noch der freie Sonntag fast weggenommen werden sollte, waren wir mit dem Nerven und der Geduld so gut wie am Ende. Zum Glück gab es dann doch noch das Essen im Pup zum Ende der Saison. Trotz der Anstrengungen war die Zeit hier auch sehr lustig und es gibt viele lustige Geschichten zu erzählen.

Jetzt sind wir froh, dass wir fertig mit arbeiten sind . Wir haben noch ein paar schöne Tage in Christchurch und Auckland verbracht und freuen uns jetzt riesig auf unseren Flug morgen.